Sonntag, 20 Mai 2012
 
 
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Tipps und Informationen von Liebherr zum Thema Wein

Weinklimaschrank von Liebherr  

In Ruhe reifen

  

Ideale Luftfeuchtigkeit

Mit 50 – 80% Luftfeuchtigkeit gewährleisten die Weinklimaschränke von Liebherr die besten Bedingungen, um den Korken stets geschmeidig zu halten und den Wein während der Reife atmen zu lassen. Die Frischluftzufuhr über den leicht wechselbaren Aktivkohlefilter und die Umluftkühlung gewährleisten eine optimale Luftqualität, die für den Reifeprozess und die Konservierung des Weines von entscheidender Bedeutung ist.

Konstante Temperaturen

Konstante Temperaturen fördern die Reifung Ihrer Weine. Empfohlen werden Lagertemperaturen zwischen +10°C und +14°C. Bei den Liebherr-Weinklimaschränken lässt sich die Innentemperatur zwischen +5°C und +18°C von außen einstellen. Bei den Geräten der Grand Cru-Reihe ist die Innentemperatur von +5°C bis +22°C einstellbar. Spezielle Sicherheitseinrichtungen gewährleisten eine konstante Innentemperatur selbst bei niedrigen Außentemperaturen.

  Weintemperierschrank von Liebherr


Kellerlager eines Weingutes  

Seiner Reife entgegendämmern

Wenn die Gärung beendet ist, ist der Wein fertig, aber noch nicht trinkkreif. Er schmeckt noch nach Most, wirkt ungestüm, ist hart und verschlossen. Deshalb müssen gute Weine reifen, bevor sie in Flaschen gefüllt werden. Manche Weißweine sind bereits nach wenigen Monaten trinkreif. Manche Rotweine brauchen sogar Jahre, bis sie ins trinkfähige Stadium kommen und sie der Kellermeister zum Verkauf freigeben kann. Das älteste und wohl ideale Behältnis für die Reifung des Weins ist das Holzfass. In ihm dämmert der Wein seiner Reife entgegen. Holz ist, wie der Wein, ein natürliches Material. Durch seine Poren dringen kleinste Mengen an Sauerstoff ins Innere des Fasses – gerade genug, dass der Wein „atmet“, keinesfalls so viel, dass er oxydiert. Die Holzfässer liegen meist im kühlsten, dunkelsten und ruhigsten Teil des Kellers. Denn Wein scheut Licht und die Wärme. Licht lässt seine Farbe verblassen. Wärme den Alkohol verfliegen. Ein guter Fasskeller ist immer auch auf einem soliden Fundament errichtet. Er muss nämlich erschütterungsfrei sein. Vorbeifahrende Autos oder Maschinengeräusche würden das mikroskopisch feine Depot, das sich am Boden des Fasses sammelt, immer wieder aufwirbeln und den Wein nicht zur Ruhe kommen lassen. Vor allem aber muss der Fasskeller eine genügend große Luftfeuchtigkeit aufweisen. Wenn er zu trocken ist, verdunstet der edle Tropfen im Fass, bevor er genossen werden kann. Die richtige Lagerung ist für den Wein also genau so wichtig wie der richtige Boden für die Rebe.

 

Weinetikette

Manche Weinetiketten lösen sich nach einigen Jahren von der Flasche, weil der Klebstoff sich bei der erhöhten Luftfeuchtigkeit auflöst. In diesem Fall hilft es, die Weinflaschen in Klarsichtfolie einzuwickeln. So wird auch verhindert, dass die Etiketten stockfleckig werden.

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Warten auf den Höhepunkt

 Bei richtiger Lagerung können sich Weine in der Flasche verfeinern. Nach einem bestimmten Zeitpunkt bauen sie jedoch langsam ab: Sie verlieren ihre Fruchtigkeit, werden fade und trocknen aus. Der Zeitpunkt liegt bei jedem Wein und Jahrgang anders.

Hier einige Anhaltspunkte für die optimale Trinkreife:

 

 

   

 

Weißweine        
       
Aigle, Epesses, Dézaley (Schweiz)  1-2 Jahre Bourgogne Blanc, Macon (Frankreich)  1-5 Jahre
       
Gavi, Pinot Grigio, Soave (Italien)   1-2 Jahre Riesling trocken (Deutschland)  1-8 Jahre
       
Petit Chablis, Entre-Deux-Mers (Frankreich)    1-3 Jahre Meursault, Puligny-Montrachet (Frankreich)   3-15 Jahre
       
Grüner Veltliner, Welschriesling (Österreich)   1-3 Jahre Riesling edelsüß (Deutschland)   5-50 Jahre
       
Sauvignon Blanc (Südafrika, Neuseeland)    1-3 Jahre Sauternes edelsüß (Frankreich)   5-50 Jahre
       
Chardonnay, Sauvignon (Italien)   1-5 Jahre    
       
Rotweine        
       
 Beaujolais, Côtes-du Rhone (Frankreich)   1-3 Jahre Spätburgunder, Lemberger (Deutschland)  2-8 Jahre
       
Bourgogne Rouge, Mercurey (Frankreich)  1-3 Jahre Blaufränkisch-Cuvées (Österreich)    2-10 Jahre
       
Dôle, Blauburgunder (Schweiz)    1-3 Jahre Shiraz (Australien)     2-15 Jahre
       
Blauer Zweigelt, St. Laurent (Österreich)    1-4 Jahre Chateauneuf-du-Pape, Chambertin (Frankreich)   3-15 Jahre
       
Cabernet Sauvignon, Merlot (Chile)   1-4 Jahre Cabernet Sauvignon (Kalifornien)      3-15 Jahre
       
Bordeaux Supérieur     1-5 Jahre Brunello di Montalcino, Barolo (Italien)    3-20 Jahre
       
Corbières, Fitou, Minervois (Frankreich)   1-5 Jahre Ribeira el Duero, Rioja Reserva (Spanien)     5-30 Jahre
       
Merlot, Zinfandel (Amerika)        2-6 Jahre Bordeaux Grand Cru, Hermitage (Frankreich)   5-50 Jahre
       
Chianti, Vino Nobile di Montepulciano (Italien)  2-8 Jahre    


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Lagern im Liegen

Weinflaschen müssen grundsätzlich liegend aufbewahrt werden und sollten sich dabei stets in einer Umgebung mit hoher Luftfeuchtigkeit befinden. Es ist nämlich wichtig, dass der Korken ständig mit Flüssigkeit benetzt ist. Nur so wird sichergestellt, dass der Wein im Laufe der Jahre, die er lagert, nicht austrocknet. Bei stehend aufbewahrten Flaschen zieht sich dagegen der Korken zusammen und schrumpft, so dass zwischen ihm und dem Flaschenhals Luft eindringen kann. Dieser erhöhte Luftaustausch führt dazu, dass Wein verdunstet, das Füllniveau sinkt und der edle Tropfen rasch oxydiert . Der einzige mögliche Nachteil der liegenden Aufbewahrung: Bei kranken Korken kann der Wein einen unangenehmen Korkgeschmack annehmen. Gegen dieses Risiko ist jedoch kein Weintrinker gefeit. Auch der beste Keller oder Klimaschrank verhindert nicht, dass ein Wein nach Kork schmecken kann.

Der Weinadel

 Je besser der Rotwein, desto länger reift er im Holzfass. Das gilt für alle Länder und Anbaugebiete. Dabei hat jedes Land seine eigenen Bezeichnungssysteme.

 In Spanien bedeutet

- Gran Reserva:  5 Jahre Kellerreife

- Reserva:          3 Jahre Kellerreife

- Crianza:           2 Jahre Kellerreife

- Joven:              1 Jahr Kellerreife

 In Italien variieren die Bezeichnungen. Im Chianti steht die Bezeichnung Riserva für einen Wein mit dreijähriger Kellerreife, im Anbaugebiet von Barbaresco für vierjährige, im Barolo-Gebiet für fünfjährige Kellerreife.

 Frankreich kennt gar keine Reserve-Weine. Im Bordeaux sind die besten Chateaux als Grand Cru Classé eingestuft. Im Médoc fand die Klassifizierung schon 1855 statt. Danach gibt es

-   4 Premiers Crus

- 14 Deuxièmes Crus

- 14 Troisièmes Crus

- 10 Quatrièmes Crus

- 18 Cinquièmes Crus

Je nach Jahrgang ist diese Einstufung nicht unbedingt aussagekräftig.

Im Burgund sind nicht die Chateaux, sondern die einzelnen Lagen klassifiziert. Sie werden in Grand Cru, Premier Cru und in Gemeindelage unterschieden.

In Deutschland gibt es keine offizielle Lagenklassifikation. Das deutsche Weingesetz hat dafür Prädikatsweine geschaffen, die sich je nach aufsteigendem Zuckergehalt des Mosts in folgende Kategorie unterteilt werden:

- Kabinett

- Spätlese

- Auslese

- Beeren-/Trockenbeerenauslese

 Da der Zuckergehalt des Traubenmosts nicht zwangsläufig ein Qualitätsmerkmal darstellt, ist das Prädikatssystem umstritten.

 In Österreich werden süße Weine als Prädikatsweine bezeichnet.

 

   
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Wege zum perfekten Weingenuss

Die Verantwortung für die Qualität des Weins endet nicht beim Kellermeister. Auch der Weinkonsument muss sorgfältig mit dem Wein umgehen, will er sich und seinen Gästen den vollen Genuss ermöglichen. Er sollte den Wein richtig lagern, und er sollte wissen, wie dieser korrekt serviert wird. So lohnt es sich zum Beispiel, kräftige Rotweine, wenn sie jung getrunken werden, vor dem Servieren zu dekantieren, das heißt: in eine Karaffe zu füllen. In der Karaffe ist die Kontaktfläche des Weins mit der Luft größer als in der Flasche. Der Wein wird mit Sauerstoff „gesättigt“, was zur Folge hat, dass er sich positiv verändert und eventuell vorhandene Geruchsbeeinträchtigungen rasch verschwinden. Alte Rotweine werden dekantiert, um das Depot, das sich am Boden der Flasche abgesetzt hat, vom Wein zu trennen. Die Kerze unter dem Flaschenhals hilft zu erkennen, wann das Depot ausfließt. Am wichtigsten ist jedoch die richtige Serviertemperatur. Weißweine sollten kühl, aber nicht kalt getrunken werden. Und die Zimmertemperatur als Maßstab für einen Rotwein ist längst passé.

Selbst schwere Weine dürfen nicht wärmer als 20°C serviert werden. Besser noch sind 18°. Nur dann kommen Frucht und Feinheit optimal zum Ausdruck.

Der 2°C-Tipp

Experten servieren Weiß- und Rotweine gern ein bis zwei Grad kühler als vorgeschrieben. Im Glas nimmt der Wein nämlich schnell die (meist sehr viel höhere) Umgebungstemperatur an.

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Wein muss atmen

Schwere Rotweine sollten schon zwei Stunden vor dem Genuss dekantiert werden. Bei Servieren wird dann die leere Flasche neben die Karaffe auf den Tisch gestellt. Wer keine Dekantierkaraffe besitzt, öffnet die Flasche vier Stunden, bevor der Wein getrunken wird

Weiteres Informationsmaterial sowie Geräteinfos erhalten Sie in unserem "Produkt-Katalog".

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